Evangelisches Profil

Das für die Evangelische Grundschule in Jena entwickelte evangelische Profil richtet sich wesentlich nach den Vorgaben des Orientierungsrahmens „Schule mit evangelischem Profil“:

In diesem Orientierungsrahmen werden folgende Punkte beschrieben:

1) Unveräußerliche unteilbare Würde eines jeden einzelnen Menschen

  • Jeder Mensch ist einzigartig von Gott geschaffen. Daraus ergibt sich, dass jeder Mensch einen unersetzbaren Wert und eine eigene Würde hat.
  • Wir sehen, dass jeder Mensch mit all seinen Besonderheiten und Eigenschaften von Gott gewollt ist. Als Mitarbeitende sind wir bestrebt, in jeder Eigenschaft das Positive zu sehen, auch wenn es im schulischen Kontext manchmal zunächst als Defizit erscheint. Das gibt den Schülern Sicherheit für eine individuelle Entwicklung.

2) Gestaltung religiöser Bildung als fächerübergreifendes Prinzip

  • Durch die Einzigartigkeit jedes Einzelnen ergibt sich die Notwendigkeit des Angebotes individueller Lernwege. Darum bieten wir eine Vielfalt an Methoden an.
  • Wir kooperieren mit Kirchgemeinden auf musikalischem Gebiet und gestalten gemeinsame Feierlichkeiten.
  • Die Teilnahme an unserem konfessionssensiblen Religionsunterricht ist verpflichtend.

Lesen sie hier konkrete Umsetzungen an unserer Schule:

3) Ausbildung von Verantwortungsbereitschaft für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

  • Im Unterricht lernen die Kinder Verantwortungsbereitschaft in Projekten, den Besuch außerschulischer Lernorte und einer hohen Eigenverantwortung im Lernprozess (siehe pädagogische Leitlinien).
  • Wir schaffen ein friedvolles und achtsames Miteinander durch Rituale, Einbeziehung der Schüler beim Fällen von Entscheidungen und die Konfliktlotsenausbildung.
  • Einen besonderen Bezug zur Schöpfung Gottes und der Notwendigkeit ihrer Bewahrung schaffen wir durch den Schulgarten und durch Wandertage in die Umgebung, z. B. Jenaer Forst.
  • Wir legen großen Wert auf Toleranz gegenüber Anderen und Andersdenkenden.

4) Ermöglichung gerechter Teilhabe und vielfältiger Mitarbeit

  • Aspekte des Schullebens sind so gestaltet, dass Kinder unterschiedlicher Herkunft, Begabung, Fähigkeiten und Förderbedarfe daran teilnehmen können.
  • Eltern werden regelmäßig informiert und zur Mitwirkung an Entscheidungsprozessen eingeladen, zum Beispiel Gespräche zwischen Elternsprechern und Schulleitung.

Quelle: Orientierungsrahmen „Evangelische Schule“ herausgegeben von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gemeinsam mit der Diakonie Mitteldeutschland unter Federführung von Dr. Klaus Ziller (Bildungsdezernat der EKM) und Dr. Hanne Leewe (Pädagogisch-Theologisches Institut der EKM und der Landeskirche Anhalts / PTI) im August 2014.